
Grafik
In meinen Arbeiten auf Papier geht es mir um mehr als figurative Darstellungen. Sie sind Rückzugsorte, in denen ich mich verlieren und gleichzeitig neu entdecken kann. Diese Orte entstehen aus einer tiefen Intuition heraus, die mich leitet, wenn ich Farbflächen auftrage, um das Weiß des Papiers zu durchbrechen.
Ähnlich wie in der Malerei ist es eine Suche nach der Balance zwischen Fläche und Linie, wobei die Linie das Sujet letztendlich herausarbeitet. Diese Suche ist niemals statisch; sie fordert mich heraus, dass vermeintlich Bekannte hinter mir zu lassen und immer neue Möglichkeiten zu erkunden. Die spontane Auswahl einer Farbe spiegelt oft meine aktuelle Stimmung wider und schafft einen Raum in dem Denkprozesse in grafische Übersetzung mit Hilfe der Linie sichtbar gemacht werden.
Das Leichte und Transparente der Aquarellmalerei kombiniert mit dem harten Kontrast der schwarzen Tusche hat für mich einen besonderen Reiz und sind meine bevorzugten Materialien auf Papier. Als weiteres Werkzeug in meinem Schaffensprozess habe ich den transparenten Maskierfilm für meine Techniken entdeckt. Als Abdeckmaterial für helle Passagen in der Aquarellmalerei konzipiert, verwende ich ihn als weiteren Überraschungsmoment indem ich auf weißem Papier transparente Linien ziehe und erst nach Auftrag der Aquarellfarbe das Ergebnis sehe.
Nicht alles kontrollieren wollen, sondern Raum lassen für das Ungeplante. Vielleicht ist es genau dieser Moment, in dem ein Bild beginnt, ein Eigenleben zu entwickeln – unabhängig davon, was ursprünglich beabsichtigt war.







































